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Achtung, Blaulicht im PC!

Schwere Augenerkrankungen durch PC-Arbeit?

Seit Anbeginn der Zeit ist der menschliche Organismus auf die Spektralverteilung des natürlichen Lichts eingestellt. Auch mit Erfindung und Einsatz der Glühlampen hat sich daran wenig geändert, denn dieses Licht ist in vielen Punkten dem Sonnenlicht ähnlich und sorgt für einen als angenehm warm empfundenen Farbton. Seit wenigen Jahrzehnten jedoch „muss“ der Mensch in der westlichen Welt leider mehr und mehr Abstand von natürlichen Lichtquellen und Glühlampen nehmen, denn viele Büros und Räume werden vermehrt mit Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen ausgestattet. Zusätzlich verbringen viele Zeitgenossen den Hauptanteil ihre Wachzeit vor LCD-Fernsehern sowie Computer- und Laptop-Monitoren. Laut Untersuchungen halten sich heutzutage die meisten Menschen ca. 95 % (!) ihrer Wachzeit bei künstlichem Licht auf. Gleichzeitig stellen viele Augenärzte einen beunruhigenden Anstieg von Augenerkrankungen, wie Kurzsichtigkeit, verfrühter Alterweitsichtigkeit und besonders der „altersbedingten“ Makuladegeneration (AMD) fest, einer Erkrankung in der menschlichen Netzhaut, die hauptsächlich durch Ablagerung von Stoffwechselschlacken sowie Drüsenbildungen im sogenannten Pigmentepithel des Auges entsteht und dauerhaft zur Erblindung führt. Zahlreichen Untersuchungen zufolge gibt es scheinbar gibt Zusammenhänge zwischen vermehrtem Kalt- und Blaulichtkonsum und den genannten Augenerkrankungen.

Ständig in die Quecksilber-Röhre schauen Ähnlich wie die als doch so umweltfreundlich gepriesenen Energiespar- oder Leuchtstofflampen, haben praktisch alle modernen Flachbildschirme als innere Hintergrundbeleuchtung so genannte Kaltkathodenröhren, deren Funktion auf einer Quecksilberdampf-Entladung basiert. Da das Quecksilberlicht der PC-Monitore und Laptops einen hohen Blaulicht-Anteil für Kontrast und Helligkeitserzeugung aufweist, kann es nach neuesten Erkenntnissen der Zellforschung hierdurch zu starker Stressbelastung im Energiestoffwechsel der Netzhaut kommen, die sich durch verstärkte Sauerstoff-Radikalen-Bildung in den Mitochondrien (den Energiekraftwerken der Zellen) zeigt. Bevor Mensch jedoch diese oxidative Schädigung der Netzhaut bemerkt, ist es meist zu spät – denn die geführtete Makuladegeneration ist dann bereits eingetreten. Auch hormonelle Stressreaktionen, wie eine dauerhafte Dämpfung der körpereigenen Melatonin-Produktion (unser Schlafhormon und ein natürlicher Krebsschutz) sowie eine Erhöhung des Stresshormons Cortisol, werden diskutiert. Ebensowenig wie jedoch die Handy- und Mobilfunkhersteller eine Gesundheits-Unbedenklichkeit ihrer Produkte bescheinigen wollen, gibt es auch keinerlei Unbedenklichkeits-Nachweise von Seiten der Computerhersteller für Ihre Lichttechnik! Dabei blicken Menschen mit PC-Arbeitsplatz und zusätzlichem LCD-Fernsehkonsum viele Stunden täglich in die Röhre. Wobei die von diesen Geräten austretende Lichtstrahlung an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula lutea) im menschlichen Auge gebündelt wird – und dies bei entsprechendem Arbeits- und Freizeitverhalten 8-10 Stunden täglich, was über 3000 Stunden jährlich entspricht! Das dieses ständige „Blaulicht-Starren“ nicht förderlich für unsere natürliche Sehkraft sein kann, liegt klar auf der Hand.

Wissenschaftlich gibt es – wie so oft bei globalwirtschaftlichen Interessen – hierfür natürlich noch keine anerkannten Beweise, sondern es wird meist die Sonne als Ursache für die dramatische Zunahme der Augenerkrankungen herangezogen. Ausgiebige Tier- und Zellversuche werden von verantwortlichen Kreisen hierbei für Wissenschaftlich als nicht tauglich bewertet. Jedoch haben beispielsweise Forschungen bei Ratten gezeigt, dass diese schon nach vier Tagen Einfluss von Fluoreszenzlicht (das Licht der Energiesparlampen!) eine deutliche Netzhautschädigung aufwiesen, die nach nur 30 Tagen zur Erblindung führte!

Doch bereits lange bevor es zu möglichen Augenleiden wie Kurzsichtigkeit oder Netzhautdegeneration kommen kann, klagen viele Menschen über Dauer-Sehstress und zunehmende Beschwerden bei der Bildschirmarbeit. Symptome sind hier u. a. Kopf- und Nackenschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Schlaflosigkeit, ergänzt von Augenproblemen wie Lidflattern, Doppeltsehen, brennenden, tränenden oder geröteten Augen, nicht selten auch veränderte Farbwahrnehmungen. All dies wird scheinbar als Preis der modernen Zeit angesehen und meist ohne sich mit den wahren Ursachen der Leiden zu beschäftigen, achselzuckend akzeptiert.

PC-Schutzbrillen gegen Blaulichtanteil Seit einiger Zeit setzen sich Humanmediziner, Visualtrainer und Lichtbiologen mit der wichtigen Frage auseinander, welche Schutzmöglichkeiten der Augen es für die tägliche PC-Anwendung gibt. Besonders hervorgetan hat sich dabei der Heidelberger Arzt und Lichtbiologe Dr. Alexander Wunsch, auf dessen Forschungen auch ein Großteil dieses Artikels beruht. Auf Basis seiner Forschungsergebnisse sowie weiterer Untersuchungen zu modernen Leuchtmitteln und ihren negativen Auswirkungen für die Sehkraft und der hormonellen Gesundheit wurde eine neuartige Computerschutzbrille entwickelt. Diese gelbgetönten Computerschutzbrillen (Office Glasses) filtern den Blaulichtanteil aus dem Farbspektrum heraus, was nebenbei zu einem deutlich schärferen und kontrastreichen Sehen führt. Auch Piloten und Sportler nutzen diese Tatsache bereits seit langem für besseres Sehen bei ihren Aufgaben. Die zentrale Erkenntnis bei dieser Entwicklung war, das UV-Licht von der Augenlinse herausgefiltert wird, blaues Licht jedoch nicht, es gelangt ungefiltert zur Stelle des schärfsten Sehens der Makula – und schädigt diese dabei auf Dauer unwiderruflich!

Um das Auge bei handwerklichen oder mechanischen Tätigkeiten vor Gefahren zu schützen, ist das Tragen einer Schutzbrille schon lange selbstverständlich, doch die Gefahren, welche bei schutzlosen Arbeiten unter Leuchtstoffröhren oder vor dem Bildschirm ausgehen, werden von der Schulmedizin gerne – mit dem Standardsatz „nicht wissenschaftlich erwiesen“ – bagatellisiert. Doch wer will schon auf ein schulmedizinisches Entresultat warten, wenn er zwischenzeitlich seine Sehkraft verlieren könnte? Angesichts der Tatsache dass momentan keine andere Technik für eine Blaulicht-Filterung der Bildschirme angeboten wird, scheint die beschriebene Schutzbrille, ähnlich wie eine gute Sonnenbrille im Sommer, derzeit die einzig wirksame Prophylaxe vor schlimmen Augenleiden zu sein

Zusätzlich zu der lohnenswerten Investition in eine PC-Schutzbrille sollten möglichst Bio-Vollspektrumlampen oder normale Glühlampen zum Wohlbefinden und Augenschutz in Wohn- und Arbeitsräumen eingesetzt werden. Eine weitere hilfreiche Maßnahme, besonders gegen den zunehmenden Sehstress beim Lesen und der täglichen PC-Arbeit, ist zwischendurch immer wieder mal die Augenmuskulatur durch spezielle Übungen zu lockern sowie nach draußen in die Ferne und die Natur zu schauen, denn Fernsicht und natürliche Farben beruhigen und entlasten unsere Augen vom einseitigen „Blaulicht-Starren“. Grundsätzlich ist gezieltes Seh- und Augentraining mit Muskelstärkungs- und Entlastungsübungen für unsere Augen eine wichtige und dauerhaft hilfreiche Maßnahme gegen bereits beschriebene Sehstress-Symptome sowie zur Vorbeugung gegen Kurzsichtigkeit mit sonst häufig frühzeitig verordneten Brillen. Viele gute Visualtrainer bieten hierzu neben gezielten Ernährungs- und Fitnesstipps für die Sehkrafterhaltung und zur Augenprävention eine breite Palette von bewährt-wirksamen und individuell abgestimmten Augentrainingsmöglichkeiten an.

© 10/2008 Carlo G. Reßler

Carlo Reßler
Heilpraktikerpraxis Bad Honnef
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