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Schön bunt, doch ungesund

Krank durch Lebensmittelzusatzstoffe?

Nicht nur Hula-Hup-Reifen und Wählscheibentelefone sind in unserer Welt zur Rarität geworden, nein auch natürliche – oder besser ursprüngliche – Nahrungsmittel. Egal ob bei Fruchtsaft, Wurst, oder Süßwaren aus dem Supermarktregal: fast alles essbare ist mittlerweile denaturiert sowie geschmacklich und farblich behandelt. Überall finden sich im Kleingedruckten der Verpackungen die sogg. „E-Nummern” als Bezeichnung für die darin enthaltenen Lebensmittelzusatzstoffe und Geschmacksverstärker.

Noch spannender als die Frage wozu wir denn all diese Zusatzstoffe überhaupt brauchen, sind die meist negativen Auswirkungen dieser oft künstlich hergestellten Zutaten für unsere Gesundheit.

Laut lexikalischer Definition sind Lebensmittelzusatzstoffe „Stoffe, die Lebensmitteln absichtlich zugesetzt werden, um deren Eigenschaften (z. B. Haltbarkeit, Verarbeitbarkeit, Geschmack oder Aussehen) den Wünschen der Konsumenten und Lebensmittelhersteller anzupassen”. Für die Überwachung und Festlegung der in der EU momentan zugelassenen 305 (!) Zusatzstoffe ist in Deutschland das „Bundesinstitut für Risikobewertung” zuständig. Dieses Amt hat unter anderem darauf zu achten, dass die Zusatzstoffe gesundheitlich unbedenklich sind; doch sind sie das wirklich?

Lebensbedrohlicher Schock durch Fruchtjoghurt?

Immer mehr Kinder und Erwachsene finden sich mit Allergien oder unerklärlichen Beschwerden bei Ärzten oder in Krankenhäusern ein, weil sie z. B. mal „chinesisch Essen” waren, oder einen simplen Fruchtjoghurt genießen wollten. Wie ist das möglich?

Das mittlerweile unter dem Begriff „China-Restaurant-Syndrom” bekannt gewordene Beschwerdebild sieht nach einem „genussvollen” Restaurantbesuch häufig wie folgt aus: Taube Oberarme, starke Blässe, eingeschränkte Bewegungsmotorik, Herzrasen, Übelkeit, Brust- und Kopfschmerzen, – um nur einige Symtome zu nennen. Verantwortlich gemacht wird dafür der Geschmacksverstärker Glutamat, welcher gerne in Soßen, Fertigsuppen, Kartoffelchips oder Fleisch als „Würze” zugesetzt wird.

Nach vielen Studien steht der Zusatz von Glutamat zusätzlich auch in direktem Verdacht zu „Gefräßigkeit” und damit zu Fettleibigkeit zu führen – dies besonders in Verbindung mit künstlichen Süßstoffen. In zahlreichen Tierversuchen führte Glutamat in höheren Dosierungen auch zu Hirnschädigungen und Alzheimersymtomatik. Dabei ist Glutamat ist ein lebenswichtiger Botenstoff, der z. B. in Eiern und Tomaten von Natur aus in geringen Mengen enthalten ist. In der asiatischen Küche und in vielen Fertigprodukten jedoch wird er übermäßig als Würze zugesetzt, was bei vielen Menschen zu den genannten – und vielen weiteren – Beschwerden führt. Fatal ist, das unserer Geschmackssinn den Stoff „mag” und somit nach mehr (z. B. Kartoffelchips) verlangt!. Offiziell gilt dieser Zusatzstoff „natürlich” als unbedenklich und wird in der sichersten Kategorie der Aromen (E620-E625) aufgelistet!

Beim zweiten Beispiel, dem Erdbeer-Fruchtjoghurt „mit natürlichen Aromen” ist von Erdbeeren häufig nichts zu finden (das Erdbeer-Aroma hierin meist durch Sägespäne und Farbstoffe erzeugt !), sind nicht die verzehrten Sägespäne das Problem – diese wirken eher wie Ballaststoffe, sondern der Farbstoff (meist Karminrot E120, hergestellt aus Schildläuseneiern). In sehr vielen Lebensmitteln wie Eiscremes, Fruchtsäften oder Süßigkeiten ist dieser Farbstoff enthalten.

Bei sensiblen Menschen und besonders Kindern, kann hierdurch ein potenziell tödlicher anaphylaktischer Schock ausgelöst werden. Dieser Schock kann ohne Sofortbehandlung innerhalb von nur 30 Minuten zum Tode führen. Hierzu reicht bei allergischen Menschen schon die Menge von nur einem Milligramm E120.

Die offiziell zulässige Tagesdosis beträgt allerdings fünf Milligramm – was wiederum zeigt, das diese Behördenempfehlung für Allergiker ein böses Ende haben kann!

Kinder besonders gefährdet

Süßigkeiten für Kinder sollen natürlich auch schön bunt aussehen, doch hier liegt eine

oft unterschätzte Gefahr. Für das reizvolle bunte Äußere werden Lebensmittellacke und Farbstoffe verwendet. Besonders umstritten sind hier die hierfür zugelassenen 11 Azofarbstoffe, welche mitunter auch Aluminium enthalten. Viele dieser Farbverbindungen

bei Fruchtgummis, Bonbons, oder den beliebten Schokolinsen, werden für eine Anzahl von allergischen Reaktionen verantwortlich gemacht und sollen sogar bei Lernstörungen und Hyperaktivität (ADS-Syndrom) eine Rolle spielen. Ausführlich berichtet hierüber

Hans-Ulrich Grimm, der sich mit seinen weltweiten Recherchen und Publikationen über Lebensmittelrisiken einen Namen als Nahrungsmittelindustriekritiker gemacht hat, in seinem Buch „Echt künstlich“, welches zudem alle E-Nummern mit Risiken auflistet.

Die schön-bunten Azofarben werden aus „besonders appetitlichen” Teer- oder Erdölverbindungen gewonnen und können in Verbindung mit Aluminium (E173) sowie dem natürlichen Zusatzstoff Zitronensäure (E330) zu einem – gerade für Kinder – gefährlichen Cocktail werden. Auch hier kommt es natürlich auf Herstellungsverfahren, Menge und Häufigkeit des Verzehrs von Fruchteis, Bonbons & Co. an. Doch die Mengen scheinen beachtlich zu sein, so produziert lt. Hamburger Abendblatt, z. B. der Nestlé-Konzern täglich ca. 100 Millionen von den „vielen, vielen bunten Smarties”.

Dabei sind Aluminium wie auch Zitronensäure völlig natürliche Stoffe, die uns täglich begegnen. Entscheidend ist hier die Verbindung von beiden und die mit der Nahrung aufgenommene Menge. In vielen Lebensmitteln (nicht nur) für Kinder werden Aluminiumverbindungen jedoch als Trennmittel (z. B. bei Lakritz) zugesetzt, oder eben

damit die Farben schön leuchten. Zitronensäure wiederum sorgt für einen angenehm frisch-säuerlichen Geschmack, auch in Limonaden. Gerade unsere Jüngsten haben unter der vielen Zitronensäure noch aus anderem Grund zu leiden: es sorgt für gefährliche Zahnerosionen, greift den Zahnschmelz an und macht die Zähne auf Dauer regelrecht kaputt. Weil diese Zahnprobleme mittlerweile sogar schlimmer als Karies beurteilt werden, führen kritische Zahnärzte sogar schon gezielte „Erosions-Sprechstunden” ein.

Da Zitronensäure ein natürliches Mittel ist, erlaubt es unser Organismus auch, dass sie die sogg. Blut-Hirnschranke passieren darf, diese Schranke schützt normalerweise das Gehirn vor schädigenden äußeren Stoffen. Fatalerweise kann Zitronensäure nach neueren Forschungen jedoch als „Trojanisches Pferd” für Aluminiumzusätze dienen. Mit Hilfe der Zitronensäure kann Aluminium so mit den „leckeren” Schokolinsen ungehindert ins Gehirn von Kindern (und auch Erwachsenen) gelangen!

Dieses Universal-Leichtmetall steht nach vielen neueren Untersuchungen im Verdacht bei Alzheimerkrankheit, Nerven-, Lern- und Verhaltensstörungen eine besondere Rolle zu spielen. Werden so unsere Kleinen vielleicht – im Wahrsten Sinn des Wortes – mit Dummheit gefüttert? Natürlich gibt es hierzu, wie so oft, keine offiziellen wissenschaftlichen Beweise (ähnlich wie bei der täglichen Bestrahlung mit Mobilfunkwellen und deren Belastungen).

In Deutschland gibt es zudem keinerlei gesetzliche Grenzwerte für die tägliche Aufnahme von Aluminium mit der Nahrung, lediglich einen Richtwert von 12 Milligramm bei bayrischen Backblech-Brezeln.

Auswege aus dem Dilemma

Ohne auf die zusätzlichen „Lebensmittel”-Dramen von Kunstdüngereinsatz, Pestiziden, Mineralölkosmetikstoffen, Hormonzusätzen bei Tierprodukten, oder künstlichen Süßstoffen näher einzugehen, zeigen die wenigen geschilderten Beispiele bereits deutlich, was Verbraucher heute von vielen „natürlichen Nahrungsmitteln” aus dem Supermarkt zu erwarten haben: das Meiste ist durch die „Hexenküche” der Lebensmittelchemie in gesundheitlich äußerst bedenkliche Mixturen verwandelt worden, deren Schädlichkeit sich durch die Vielfalt der aufgenommenen Mengen und dem jahrelangen Verzehr dazu noch gefährlich potenziert.

Was kann der Einzelne zur Selbsthilfe und für seine Gesundheit tun? Auf jeden Fall Kindern wenig Zitronensäureprodukte zu sich nehmen zu lassen und das Ernährungsthema verstärkt in die Schulen bringen. Natürlich auch an Firmen und Behörden mit Bitte um Aufklärung

und genauer Inhaltsstoffangabe zu schreiben. Zudem sich mit den E-Nummern und deren Bedeutung vertrauter machen, keine Fertigkostprodukte mehr zu kaufen, weiterführende Literatur zu lesen (Siehe Tipps unten) und sich von erfahrenen naturheilkundlichen Ärzten und Heilpraktikern zum Thema beraten zu lassen. Mit ihrer Hilfe lässt sich durch gezielte Schadstoffausleitung und Stoffwechselkuren das gestörte Milieu der Verdauungsorgane und des gesamten Körpers wieder regenerieren.

Der beste und sicherste Weg im Sinne der Eigenverantwortung für Leben und Gesundheit ist natürlich, sich nach Ernährungsumstellung und Milieuumstimmung im Körper ausschließlich Naturprodukten vom Biobauern und aus dem Bioladen zuzuwenden. Die Biobranche beweist, dass Lebensmittel auch ohne chemische Zusatzverbindungen gut aussehen und natürlich schmecken.

Hierbei wird der chemischen Nahrungsindustrie klar die „rote Karte” gezeigt und der Natur

nachhaltig geholfen sich zu regenerieren (z. B. kein Pestizideinsatz oder Chemieabfälle in Gewässern). Vielen Allergien, Lernstörungen sowie diversen weiteren Belastungen durch Zusatzstoffe lässt sich mit dieser einfachem Maßnahme gezielt vorbeugen – und „nebenbei” haben Bio-Nahrungsmittel auch noch viele wichtige Vitalstoffe in sich!

© 01/2008 Carlo G. Reßler

Literaturverwendung & -tipps:

Hans-Ulrich Grimm: „Echt künstlich” – Handbuch der Lebensmittel-Zusatzstoffe
Hans-Ulrich Grimm: „Die Suppe lügt” – Die schöne neue Welt des Essens
Udo Pollmer: „Iß und stirb” – Chemie in unserer Nahrung
Nicolai Worm: „Syndrom X oder Ein Mammut auf dem Teller”

Filmtipps:

„Unser täglich Brot” – DVD-Filmdoku über die industrielle Nahrungsherstellung
„We feed the world” – DVD-Filmdoku über die Folgen der Nahrungsmittelglobalisierung
 

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